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Wickelrohrverfahren

Das Wickelrohrverfahren basiert auf dem Prinzip eines extrudierten Kunststoffprofiles mit einer hohen Ringsteifigkeit. Zum Einsatz kommen Profile aus PVC oder HDPE, die mit einer Wickelmaschine zu einem neuen Rohr gewickelt werden.

Wickelrohrlining

Die Kanten des Profilstreifens werden während des Wickelvorgangs formschlüssig miteinander verbunden und bilden so im Altrohr ein homogenes und wasserdichtes Rohrsystem. Ein verfahrensbedingter Ringspalt ist mit geeignetem Dämmer zu verfüllen.

Die Schachtsohle ist der Wickelmaschine anzupassen. Geringfügige Sohlstufen oder Setzungsmulden werden ausgeglichen. Das Wickelrohrverfahren ist für eine Vielzahl von Durchmessern, Formen und Rohrwerkstoffen geeignet. Des Weiteren kann die Installation ohne oder je nach System und Durchmesser minimalen Erdarbeiten und unter Vorflut (bis etwa 25 % des Rohrquerschnitts)in der Leitung durchgeführt werden.

Beim klassischen Wickelrohr-Lining mit Ringraum wird das Wickelrohr vor Ort auf den gewünschten Querschnitt konfektioniert. Bei der Variante ohne Ringraum erfolgt nach oder während der Einbringung eine Aufweitung des Wickelrohrs, so dass es sich an die Innenwand des Altrohrs anlegt. Insbesondere für den Bereich größerer Nennweiten gewinnt das Wickelrohrverfahren zunehmend an Bedeutung.


Anwendungsbereich:

  • Freispiegelleitungen
  • Abwasser- und Industriebereich
  • Einsetzbar für alle Rohrmaterialien
  • Dimensionen von DN 150 mm bis DN 3.000 m (system- und nennweitenabhängig)
  • Kreis-, Ei- und Kastenprofil möglich (system- und nennweitenabhängig)
  • Installationslänge: bis zu 200 m (system- und nennweitenabhängig)
  • Sanierung von leichten Bögen möglich (system- und nennweitenabhängig)

Vorteile:

  • Flexibel einsetzbar
  • In Abhängigkeit des Systems kann der Einbau bei gleichzeitigem Abwasserabfluss (bis etwa 25 % des Rohrquerschnitts) durchgeführt werden. Beim Verdämmen muss die Vorflut in jedem Fall gesichert werden
  • Einbau über bestehende Schächte möglich, in Abhängigkeit vom System und der Schachtsituation ist die Abnahme des Konus bzw. eine Baugrube erforderlich
  • Ohne Ringraum: geringe Querschnittsreduzierung.
  • Standsicherheit kann mit Ringraum und entsprechender Verdämmung auch bei Altrohrzustand III wieder hergestellt werden

Nachteile:

  • Bei bestimmten Systemen bzw. Nennweiten ist zur Aufnahme der Gerätetechnik (Wickelmaschine) ein temporärer Schachtumbau erforderlich.
  • Aufwändige Wiederanbindung von Anschlussleitungen in offener und geschlossener Bauweise.
  • Die Variante mit Ringraum ist mit einer erheblichen Querschnittsreduzierung verbunden.
  • Bei Grundwasserandrang ist zudem eine Vorabdichtung erforderlich.
Das App ist verfügbar

für google Android Systeme

sowie für Apple iPhone und iPad

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